Fachkonferenz “Den Blick schärfen” – Rassismus als Herausforderung für Schule, Jugendarbeit und Verwaltung in Erfurt

SAVE THE DATE – 22. November, 9-16 Uhr  | Haus Dacheröden

„Ich bin doch nicht rassistisch!” Oder etwa doch? Was hat Rassismus mit mir zu tun? Wo fängt Rassismus eigentlich an und welche Erscheinungsformen gibt es?  Welche Möglichkeiten habe ich im Rahmen meines Arbeitsalltages in Schule, Jugendarbeit oder Verwaltung darauf zu reagieren? Wie kann ich Betroffene in meinem Kontext stärken?

Diesen Fragestellungen werden in thematischen Workshops sowie Best-Practice-Beispielen u.a. durch Ezra, Mobit, Perspektivwechsel Plus, Schule ohne Rassismus, Neue Deutsche Medienmacher und MigrantInnenselbstorganisationen fokussiert und das Thema Rassismus um vielfältige Blickwinkel erweitert.

Die Fachkonferenz richtet sich an PädagogInnen im Kontext Schule (LehrerInnen, SchulsozialarbeiterInnen, HortnerInnen, usw.), AkteurInnen der Jugendarbeit und MitarbeiterInnen in Verwaltung (Jugendamt, Amt für Bildung, Schulamt) aus Erfurt. Sie gibt Impulse zum Thema Rassismus im Arbeitsalltag und wie dieser wahrgenommen, erkannt und bearbeitet werden kann. Anregungen für eigene Handlungsmöglichkeiten werden vermittelt.

Workshop 1 – “Rassisten sind immer die anderen! – Was hat das mit mir zu tun?”

Workshop 2 – “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage!” Bestpractice & Möglichkeiten zur Haltung zeigen

Workshop 3 –  “Rassismus-Betroffene unterstützen und stärken!” – Praxisnahe Handlungsmöglichkeiten bei rassistisch motivierter Gewalt und Bedrohung

Workshop 4 – “Die Arbeit endet nicht an der Tür“ – Rassismus im Sozialraum entgegentreten

Workshop 5 – „Rassismus in den Medien“ – Anregungen für diskriminierungssensible Sprache in der eigenen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Die Konferenz wird in Kooperation organisiert von AkteurInnen des Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt, Radio F.R.E.I., Ezra. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen, Mobit – mobile Beratung in Thüringen, Stadtjugendring Erfurt, Naturfreundejugend Erfurt und dem Jugendamt der Stadt Erfurt.

Anmeldeschluss für den Fachtag ist der 09.11.2018. Ihre Anmeldung senden Sie bitte unter Nennung Ihres Namens und Ihrer Organisation an den Jugendhilfeplaner im Jugendamt der Stadt Erfurt Olaf Hopfgarten: olaf.hopfgarten@erfurt.de

 

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ und dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit  “Denk bunt”.

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

Ablauf und nähere Informationen zu den angebotenen Workshops folgen.

Der Radiocontainer verlässt den SüdOsten

Wenn am 11. Oktober der Radio Container feierlich in den Winterschlaf verabschiedet wird, wird es noch einmal laut im Erfurter Südosten!

Verfeinert wird unser Saisonabschluss mit der Präsentation der KuKuWo im FamilyClub, einer Live-Sendung am Container; in der wir noch einmal auf die Zeit im Südosten zurückschauen und der Höhepunkt ist die anschließende paradé, die mit thematischen Beiträgen zu den drei Südost-Stadtteilen gespickt ist. Im Anschluss wird amicissia-DJ somium den Südosten (und Euch) mit schönsten Technoklängen verzaubern.

Die Sendung ist von 15.00 bis 17.00 Uhr am Container

Start der paradé ist 17.00 Uhr nach der Präsentation der Ergebnisse der KuKuWo am Family Club, der Container wird ab 19.00 Uhr mit Musik bespielt.

Kommt vorbei, der Eintritt ist F.R.E.I.!

Unsere Sendung vom 08. Juli 2018

Das Selbstbild des Westens „in humanistischer Tradition“ zu stehen, wird täglich infrage gestellt. | Interview zur Publikation „Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen“

„Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen“ ist der Titel einer schriftlichen Dokumentation, die alle möglichen Fälle schlimmer Auswirkungen des deutschen Umgangs mit Flüchtlingen versammelt. Ob in Deutschland und in hiesigen Abschiebe-Szenarien oder im Ausland und als Spätfolge der Abschiebung dorthin. Es ist eine erschreckende Chronologie, die deutlich vor Augen führt, wo des Menschen Würde dann eben doch angetastet wird, und zwar nicht zu knapp.

Johannes ist Mitarbeiter der „Antirassistischen Initiative“, die diese Publikation Jahr für Jahr aufs Neue angeht und herausbringt. Radio F.R.E.I. hat mit ihm gesprochen.

 

Außerdem war das Medienlabor mal wieder unterwegs und hat Sachen gemacht. Zum Beispiel waren wir Ende Juni 2018 in der Erfurter Kolpingschule und haben dort mit einer Klasse verschiedene Sachen erarbeitet. Ein spontanes Theaterstück, einen kleinen Film und auch zwei Umfragen. Die ersten beiden Formate eigenen sich nicht so gut, um sie im Radio zu senden, die Umfragen hingegen schon. Deswegen kann man sie hier auch nochmal nachhören. Grob gefasst, geht es bei beiden Beiträgen um das Thema „Hass“ bzw. „Hass im Internet“.

 

 

Unsere Sendung vom 10. Juni 2018

Nochmal 01. Mai 2018: Antisemitismus in Erfurt und anderswo | Interview mit der „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus“

Wir erinnern uns: Am 01. Mai 2018 gab es einen „erfolgreichen“ Naziaufmarsch mit Unterstützung von Polizei und Versammlungsbehörde in Erfurt. Weiterhin war unschön, dass und wie im Rahmen dieses Aufmarschs Antisemitismus praktiziert wurde. Davon bekommt man natürlich die Hälfte nicht mit, wenn man nicht auch mal speziell den Fokus drauf richtet. Allerdings gibt es in Berlin eine Einrichtung namens RIAS, die sich um sowas kümmert. RIAS meint nicht etwa Rundfunk im amerikanischen Sektor, zumindest nicht in diesem Kontext, sondern RIAS meint „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus“. Die haben kurze Zeit nach dem 01. Mai einen ziemlich umfassenden Bericht über antisemitische Vorkommnisse ins Netz gestellt und darüber hat sich Radio F.R.E.I. mit ihnen mal unterhalten, genauer: mit Alexander Rasumny.

 

„Deswegen können Staaten es wünschenswert finden, Hasskriminalität recht hart zu bestrafen.“ | Interview mit Dr. Jana Cahlíková

Es gibt neue Forschungsergebnisse zu fremdenfeindlichen Einstellungen. Die Frage ist, wie sich Feindseligkeit gegenüber Minderheiten in einer Gesellschaft verbreitet. Muss man dementsprechend erzogen sein oder reicht es bisweilen auch schon, derartiges Verhalten bei anderen Menschen zu beobachten? Forscher*innen fanden heraus, dass wohl letzteres der Fall ist. Wie leicht und schnell fremdenfeindliches Verhalten nachgeahmt wird, hört ihr in folgendem Interview von Dr. Jana Cahlíková vom Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen in München.

Der Thüringer Medienbildungstag im Erfurter SüdOsten

Mal so gesprochen: Mehr Medienlabor geht (fast) nicht!

Am 24. Mai 2018 war der 2. Thüringer Aktionstag für Medienbildung. Das Projekt „Medienlabor“ hat sich daran beteiligt mit einem Projekttag in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) im Erfurter SüdOsten und mit einer Livesendung mit verschiedenen Interviewgästen vom Radiocontainer. Moderiert von Redakteur*innen von Radio F.R.E.I. und von der Radio AG der JFK-Gemeinschaftsschule.

Gut hörbar ist das zum Beispiel in folgendem Beitrag zum Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen inklusive einer Präsentation der Ergebnisse des Projekttages an der KGS. Die Themen der Umfragen der Schüler*innen:

– Warum braucht man Medien?
– Apps
– Social Media / Soziale Medien
– Fortnite

Weitere Beiträge könnt ihr hier nachhören.