Unsere Sendung vom 10. Juni 2018

Nochmal 01. Mai 2018: Antisemitismus in Erfurt und anderswo | Interview mit der „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus“

Wir erinnern uns: Am 01. Mai 2018 gab es einen „erfolgreichen“ Naziaufmarsch mit Unterstützung von Polizei und Versammlungsbehörde in Erfurt. Weiterhin war unschön, dass und wie im Rahmen dieses Aufmarschs Antisemitismus praktiziert wurde. Davon bekommt man natürlich die Hälfte nicht mit, wenn man nicht auch mal speziell den Fokus drauf richtet. Allerdings gibt es in Berlin eine Einrichtung namens RIAS, die sich um sowas kümmert. RIAS meint nicht etwa Rundfunk im amerikanischen Sektor, zumindest nicht in diesem Kontext, sondern RIAS meint „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus“. Die haben kurze Zeit nach dem 01. Mai einen ziemlich umfassenden Bericht über antisemitische Vorkommnisse ins Netz gestellt und darüber hat sich Radio F.R.E.I. mit ihnen mal unterhalten, genauer: mit Alexander Rasumny.

 

„Deswegen können Staaten es wünschenswert finden, Hasskriminalität recht hart zu bestrafen.“ | Interview mit Dr. Jana Cahlíková

Es gibt neue Forschungsergebnisse zu fremdenfeindlichen Einstellungen. Die Frage ist, wie sich Feindseligkeit gegenüber Minderheiten in einer Gesellschaft verbreitet. Muss man dementsprechend erzogen sein oder reicht es bisweilen auch schon, derartiges Verhalten bei anderen Menschen zu beobachten? Forscher*innen fanden heraus, dass wohl letzteres der Fall ist. Wie leicht und schnell fremdenfeindliches Verhalten nachgeahmt wird, hört ihr in folgendem Interview von Dr. Jana Cahlíková vom Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen in München.