Alle Beiträge von Karina Halbauer

AKTIONSTAG „RADIO INKLUSION“

Städte sind voller Barrieren. Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen haben oft zahlreiche Hindernisse im Stadtraum zu überwinden, die nichtbehinderten Menschen oft gar nicht auffallen. Um für dieses Thema zu sensibilisieren findet r
und um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung der Selbsterfahrungstag von Radio F.R.E.I. in Kooperation mit dem Studiengang Stadt- und Raumplanung der Fachhochschule Erfurt statt.

Am Thüringer Aktionstag für Medienbildung sollen Jugen
dliche das Thema Inklusion erleben und ihre Erfahrungen medial umsetzen. Sie werden durch das Tragen und Ausprobieren diverser Utensilien in die Situation von geh- und sehbehinderten Menschen versetzt. Der Rundgang und besonders die Eindrücke der Teilnehmenden werden medial verarbeitet. Es entsteht eine Foto- und Videodokumentation sowie eine Radiosendung, die am Radiocontainer vor dem Melchendorfer Markt von und mit Jugendlichen und anderen ehrenamtlichen Radiomachern direkt im Anschluss produziert wird. Dabei bietet die Radiosendung allen Interessierten die Chance, selbst Teil der Radiosendung zu werden und dort eigene Erfahrungen und Themen einzubringen oder zu verfolgen. Wer im Vorfeld den Umgang mit Mikrofon und Aufnahmegerät erlernen und/oder am Rundgang und/oder der Radiosendung teilnehmen möchte, meldet sich bis 18. April 2017 unter www.stadt-finden.de an.

Ort: Radiocontainer am Melchendorfer Markt, Am Drosselberg 45, 99097 Erfurt Veranstaltungsbeginn: 14.30 Uhr

Weitere Informationen und das ganze Programm findet ihr HIER auf der Homepage der Thüringer Landesmedienanstalt.

Ein Radiocontainer als Sprachrohr des SüdOstens

Am 27. April 2017 eröffnet Radio F.R.E.I. mit einer Live-Sendung und einem erlebnisreichen Kulturprogramm den Radiocontainer am Melchendorfer Markt. Von 15-17 Uhr kommen Bürger und Akteure des Erfurter SüdOstens in der Eröffnungs-Live-Sendung zu Wort, ergänzt durch Tanz- und Live-Musik-Einlagen aus dem Stadtteil, u.a. von Annekatrin Gentzel, einer jungen Singer-Songwriterin von kleinen Herrenberg, die schon seit vielen Jahren in der Musikfabrik im SüdOsten aktiv ist. Jeder ist eingeladen auf der Wiese vor dem Container Platz zu nehmen und zuzuhören.

Wer nicht nur konsumieren möchte, sondern auch selbst aktiv werden will, kann an einem der angebotenen Workshops teilnehmen, die parallel zur Sendung laufen werden. Zum Beispiel selber mal Radiomacher sein und mit Aufnahmegerät und Mikrofon Stimmen aus dem Stadtteil einfangen oder von afgahnischen Geflüchteten lernen, wie man einen Drachen baut.

Nach der öffentlichen 2-stündigen Radiosendung ist die Eröffnung aber noch nicht vorbei – bis in die Abendstunden können Sie am Radiocontainer noch ein Konzert und weitere Kulturbeiträge, wie Theater der Improgruppe „nA Dan“ erleben.

Von April– Oktober 2017 steht der Container am Melchendorfer Markt. Es werden unterschiedliche „Schnupperangebote“, Kulturprogramm und regelmäßige öffentliche Live-Sendungen stattfinden, die sich an die Bewohner des SüdOstens richten. Hierbei liegt ein wichtiger Fokus auf der aktiven Beteiligung der Bewohner mit Migrations- oder Fluchterfahrungen. Der Dialog zwischen „neuen“ und „alteingesessenen“ Bewohnern soll über das Medium Radio angeregt werden.

Durch gemeinsame Medienarbeit sowie Aktionen, Begegnung und Austausch sollen Verständnis geschaffen sowie die Nachbarschaft gestärkt werden.

Geplant ist die Gründung einer Stadtteilradiogruppe für den SüdOsten. Hierfür ist Radio F.R.E.I. nicht nur auf der Suche nach Menschen, die Lust haben Radio in ihrem Viertel zu machen, sondern möchte auch Fragen auf den Grund gehen, wie: Was bewegt den Stadtteil? Welche Nachbarn haben Geschichten zu erzählen, die unbedingt mal festgehalten und gesendet werden sollten? Zudem wird mit umliegenden Vereinen, Schulen, Kindergärten und Jugendprojekten zusammengearbeitet und ein gemeinsames Programm gestaltet. Weitere Informationen sind unter: www.stadt-finden.de zu finden.

Was istder Radiocontainer?

Der Radiocontainer ist ein umgebauter Schiffscontainer. Er beinhaltet nicht nur ein Sendestudio sondern bietet mit seinen aufzuklappenden Seitenwänden auch Raum für Sitzgelegenheiten oder für die Nutzung als Bühne für DJ’s und Livebands. Auch bei schlechtem Wetter hält er genug Platz bereit, um Gäste, Moderations- und Technikteam zu beherbergen und öffentliche Sendungen mit Veranstaltungscharakter umzusetzen. Damit bietet er eine dezentrale Möglichkeit, Radio F.R.E.I. kennenzulernen und erste Schritte des Radiomachens „gehen“ zu können.

QUARTALS-PROJEKT-CHECK DER STADTFINDEN-PROJEKTE

Verschiedene Projekte werden neben dem regulären Radiobetrieb von Radio F.R.E.I. umgesetzt.

Diese beschäftigen sich z.B. mit dem Aufbau und der Gründung von Stadtteilradiogruppen in Erfurt (STADTSENDEN), mit Fragen zu Diskriminierung und Rassismus in bestimmten Stadtteilen und mit der Rolle der Medien dabei (Erfurter Medienlabor). Außerdem wird geprüft, ob und welche Aspekte der Entwickl
ungszusammenarbeit (bzw. der früheren Entwicklungshilfe) auf die alltägliche lokale Arbeit zur Integration von Geflüchteten in Erfurt übertragen werden können (WSD).
Um alle diese Projekte miteinander zu vernetzen und in Einklang zu bringen, haben sich deren Mitwirkende zur ersten Quartals-Klausur getroffen und die vergangenen Projektmonate reflektiert. Außerdem wurde geplant, was im nächsten Quartal in den Projekten passieren soll, z.B. der offizielle Projektauftakt mit dem Radiocontainer/Medienlabor, der ab 27.04.2017 im Erfurter Südosten steht und mit verschiedenen Angeboten und regulären Öffnungszeiten aufwartet.

RASSISMUSKRITISCHE MEDIENARBEIT – BILDUNGSMODULE VON JUGENDLICHEN GETESTET

Die Jugendredaktion hat kürzlich Bildungsmodule getestet, die ab jetzt für Schulklassen und interessierte Gruppen von Radio F.R.E.I.angeboten werden.
„Fühle ich mich selbst benachteiligt, weil ich groß, klein, dick, dünn, Frau oder Mann bin? Bin ich privilegiert, weil ich in Deutschland lebe und einen deutschen Pass habe?“ – Diese und ähnliche Fragen haben die Jugendlichen für sich beantwortet und dabei darüber nachgedacht, wie es wohl anderen Menschen geht, die z.B. neu nach Deutschland gekommen sind.

Was jede und jeder Einzelne und was auch Gruppen, Schulklassen, Schulen und ganze Stadtteile gegen Diskriminierung und Rassismus tun können und welche Rolle dabei die lokalen und digitalen Medien spielen? – sind Fragen denen sich Radio F.R.E.I. intensiv mit dem Projekt „Erfurter Medienlabor“ stellt.
Nicht nur ein Workshop zum Kennenlernen der Bildungsmodule wurde mit den Jugendlichen, die regelmäßig Radio machen, durchgeführt – auch eine Radiosendung ist entstanden, in der Schülerinnen und Schüler zu Wort kommen, die selbst in ihrer Schule etwas gegen Diskriminierung und Rassismus auf die Beine stellen oder diese in naher Zukunft vorhaben.

Bei Interesse an den Bildungsmodulen können sich Schulen, Gruppen und andere Interessierte melden unter: medienlabor@radio-frei.de